Kosovo, ein Leben in Armut und Angst

Zoran Dobrić zu Gast bei „Mittag in Österreich“ ORF 2

Die Geschichte der umstrittenen Staatsbildung ist blutig und in knappen Worten nicht zu erzählen.

Fakt ist: 1999 griff das westliche Militärbündnis NATO, ohne UN-Mandat, in einen lange währdenden gewaltsamen Konflikt ein und die Bundesrepublik Jugoslawien an.

Nach einem zweieinhalb Monate langen Krieg, enormer Zerstörung – u.a. zahlreicher orthodoxer Kirchen – und tausenden von zivilen Opfern in Serbien und in der serbischen Provinz Kosovo und Metochien, kapitulierte die jugoslawische Armee.

Am 17. Februar 2008, nach dem 200.000 Serben aus dem Kosovo gewaltsam vertrieben wurden, erklärte sich die Provinz – zu nun mehr als 90 Prozent von Kosovo-Albanern bewohnt – zur von Serbien unabhängigen Republik Kosovo.

Seit seinem dritten Lebensjahr ist José Chinaque gehbehindert. Die Volksschule konnte er besuchen, weil ihn seine Schwester jeden Tag auf ihrem Rücken zur Schule drei Stunden lang hin und her trug. 2012 hat er einen Dreirad-Rollstuhl geschenkt bekommen. Jetzt kann er alleine zur Schule fahren. Es sind knapp zwei Stunden hin und retour.

Damit José Chinaque zur Schule gehen kann, nehmen seine Mutter und er den Hunger in Kauf.

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