Niemals vergessen – Überleben im KZ Theresienstadt

ORF III

85 Jahre nach der Inbetriebnahme vom ersten Konzentrationslager Nazi-Deutschlands 1933 in Dachau und trotz der bis zu 1,5 Millionen ermordeten Juden allein in der Menschenvernichtungsfabrik-Auschwitz und der letztendlich über 6 Millionen ermordeten Juden bis 1945, gibt es erwachsene Menschen, Prominente und Politiker, die den Holocaust leugnen.

Wie ist so etwas möglich?

Durch bewusste Vernebelung und Fälschung der Geschichte, durch das Leugnen der eigenen Täterschaft, durch inkonsequente Verfolgung von Nazi-Verbrechern und die Anwendung von Strafgesetzen, durch Auslassen von einer echten und tiefgründigen Vergangenheitsverarbeitung, durch mangelnde bis gar keine organisierte und gepflegte Erinnerungskultur, durch das Versagen von allen demokratischen, dafür verantwortlichen Institutionen und durch mangelnde Wachsamkeit haben wir uns auf einen Weg bringen lassen, der unheimlich an jene Abgründe Europas erinnert, die bereit waren Menschen auszugrenzen, zu Untermenschen und Menschen niederer Klassen zu erklären, sie ihrer Menschenrechte und am Ende ihres Lebens zu berauben.

Für wen das als Angstmache klingt, der soll den beiden Ex-Häftlingen des KZ-Theresienstadt, Helga Feldner und Rudolf Gelbard, kurz seine Aufmerksamkeit schenken und hören, was sie über das Damals und unser Heute sagen.

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